Eine Dachsanierung kostet 2026 je nach Umfang zwischen 50 und 560 € pro Quadratmeter. Eine reine Neueindeckung ohne Dämmung liegt bei 80 bis 150 €/m², eine energetische Sanierung mit Dämmung bei 150 bis 350 €/m². Für ein typisches Einfamilienhaus ergeben sich meist 15.000 bis 65.000 €.

Die Dachsanierung ist eine der lohnendsten, aber auch teuersten Investitionen am Eigenheim. Wie viel sie kostet, lässt sich seriös nur als Spanne beantworten – denn eine reine Ausbesserung der Eindeckung kostet einen Bruchteil einer energetischen Komplettsanierung mit neuer Dämmung. Der Zustand des Dachstuhls, die Dachform, das Material und der gewünschte Dämmstandard verschieben die Summe erheblich. Hier finden Sie belastbare Quadratmeter-Preise für 2026, eine Kostentabelle nach Sanierungsumfang, die wichtigsten Preisfaktoren und einen Überblick über die aktuelle Förderung.
Der Quadratmeterpreis hängt vor allem davon ab, wie umfangreich saniert wird. Die folgende Übersicht bündelt aktuelle Marktpreise für 2026 – gestaffelt nach Sanierungsumfang, inklusive Material und Arbeit.
| Sanierungsumfang | Kosten pro m² | Enthaltene Arbeiten |
|---|---|---|
| Neu-/Umdeckung ohne Dämmung | 80–150 €/m² | Eindeckung erneuern, Lattung, neue Unterspannbahn, Rinnen und Anschlüsse |
| Energetische Sanierung mit Dämmung | 150–350 €/m² | Zusätzlich Auf- oder Zwischensparrendämmung und neue Unterkonstruktion |
| Komplettsanierung (hochwertig) | bis 550 €/m² | Dachstuhl-Ertüchtigung, hochwertige Materialien, Gauben und Dachfenster |
Quelle: Marktübersichten mehrerer Fachportale, Stand Juli 2026. Alle Angaben sind Richtwerte inklusive Material und Arbeit ohne örtliche Besonderheiten.
Über alle Umfänge hinweg reicht die Spanne von rund 50 €/m² für kleinere Teilsanierungen bis zu etwa 560 €/m² für aufwendige Komplettprojekte. Entscheidend ist der Unterschied zwischen einer rein handwerklichen Erneuerung der Eindeckung und einer energetischen Sanierung: Wird nur die Eindeckung getauscht, bleibt es am unteren Ende. Sobald eine Aufsparren- oder Zwischensparrendämmung samt Unterkonstruktion dazukommt, steigt der Preis – dafür sinken die Heizkosten spürbar und der Wert des Hauses steigt.
Für ein typisches Einfamilienhaus summieren sich die Gesamtkosten damit meist auf 15.000 bis 65.000 €. Die breite Spanne erklärt sich fast vollständig durch den Umfang: Eine Teilsanierung des Daches bleibt im unteren fünfstelligen Bereich, eine energetische Komplettsanierung mit neuer Dämmung, Unterkonstruktion und modernen Dachfenstern kann das obere Ende erreichen.
Warum die Spanne so breit ist? Kein Dach gleicht dem anderen. Diese sechs Faktoren entscheiden am stärksten über den Quadratmeterpreis Ihrer Sanierung:
Gerade der Zustand des Dachstuhls ist ein häufiger Kostentreiber, den man von unten oft nicht sieht. Deshalb lässt sich ein seriöser Festpreis pro Quadratmeter erst nach einem Blick auf und unter das Dach nennen.
Der größte Hebel für die Kosten ist die Frage, wie viel überhaupt saniert werden muss. Grundsätzlich unterscheidet man drei Umfänge:
Teilsanierung. Ist der Dachstuhl intakt und sind nur einzelne Ziegel, die Dachrinne oder Anschlüsse betroffen, reicht oft eine Reparatur oder Teilsanierung. Das bleibt am unteren Ende der Spanne und ist der günstigste Weg, das Dach wieder dicht zu bekommen.
Energetische Sanierung. Wird die Eindeckung ohnehin erneuert, lohnt es sich fast immer, gleich zu dämmen. Neue Unterspannbahn, Aufsparren- oder Zwischensparrendämmung und moderne Eindeckung senken die Heizkosten dauerhaft – und machen die Maßnahme förderfähig. Wie eine solche Sanierung Schritt für Schritt abläuft, zeigt unsere Leistungsseite zur Dachsanierung.
Komplettsanierung. Muss zusätzlich der Dachstuhl ertüchtigt werden oder wünschen Sie hochwertige Materialien, Gauben und neue Dachfenster, bewegen Sie sich am oberen Ende bis rund 550 € pro Quadratmeter. Steht eine vollständige Erneuerung inklusive Tragwerk an, ist der Übergang zur Neueindeckung fließend – die Kostenlogik dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Was kostet ein neues Dach?.
Welcher Umfang bei Ihrem Dach sinnvoll ist, zeigt sich erst nach einer Begutachtung von oben und von innen. Häufig ist die energetische Sanierung über die gesamte Nutzungsdauer die wirtschaftlichste Variante – vor allem, wenn Förderung und eingesparte Heizkosten mitgerechnet werden.
Gute Nachricht: Wer bei der Dachsanierung zugleich dämmt, kann 2026 kräftig sparen. Für die energetische Verbesserung stehen zwei Wege offen – ein direkter Zuschuss oder ein Steuerbonus. Beide lassen sich nicht kombinieren, Sie wählen also den für Sie günstigeren.
Für umfassende Sanierungen bis zum Effizienzhaus-Standard bietet die KfW zusätzlich einen Kredit mit bis zu 45 % Tilgungszuschuss. Eine reine Reparatur ohne energetische Verbesserung wird dagegen nicht gefördert. Alle Details, Voraussetzungen und Antragswege finden Sie in unserem Ratgeber zur Dach-Förderung 2026.
Wichtig zu wissen: Sobald Sie die Dacheindeckung erneuern, verlangt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in der Regel ohnehin eine Mindestdämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke – die Förderung nehmen Sie also am besten gleich mit. Die offiziellen Grundlagen finden Sie beim BAFA, im BMF-Schreiben vom 21.08.2025 zu § 35c EStG sowie zu den Dämm-Anforderungen bei energie-experten.org. Stand: Juli 2026 – Förderregeln ändern sich, prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Antragstellung.
Jede seriöse Kostenangabe im Internet ist eine Spanne – und das aus gutem Grund. Erst wenn wir Dachfläche, Neigung, Zustand des Dachstuhls und Ihre Wünsche kennen, wird aus dem Quadratmeterpreis ein belastbarer Festpreis. Diese Vor-Ort-Einschätzung ist bei uns kostenlos und unverbindlich.
Kostenlose Einschätzung anfragenBeantworten Sie drei kurze Fragen – wir melden uns werktags innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung.
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Fragen? Schreiben Sie uns per WhatsAppJe nach Umfang liegen die Kosten 2026 zwischen 50 und 560 € pro Quadratmeter. Eine reine Neueindeckung ohne Dämmung kostet rund 80 bis 150 €/m², eine energetische Sanierung mit Dämmung 150 bis 350 €/m². Der genaue Preis hängt von Dachform, Material und Zustand ab.
Für ein typisches Einfamilienhaus liegen die Gesamtkosten meist zwischen 15.000 und 65.000 €. Die Spanne ist so breit, weil reine Ausbesserungen deutlich günstiger sind als eine energetische Komplettsanierung mit neuer Dämmung und Unterkonstruktion.
Bei einer Teilsanierung werden nur einzelne Bereiche erneuert, etwa die Eindeckung, die Dachrinne oder einzelne Anschlüsse – das ist günstiger. Eine Komplettsanierung umfasst Eindeckung, Unterkonstruktion und meist eine energetische Dämmung und kann bis zu 550 € pro Quadratmeter kosten.
Sobald Sie die Dacheindeckung erneuern, verlangt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in der Regel eine Mindestdämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke. Wer ohnehin die Eindeckung tauscht, dämmt daher meist gleich mit – und kann dafür Förderung in Anspruch nehmen.
Ja, für die energetische Verbesserung. Über die BEG-Einzelmaßnahmen sind 15 % plus 5 % iSFP-Bonus möglich, maximal 12.000 € je Wohneinheit. Alternativ bietet der Steuerbonus nach § 35c EStG 20 % über drei Jahre, maximal 40.000 €. Eine reine Reparatur ohne Dämmung wird nicht gefördert.
Ablauf, Materialien und Förderung einer energetischen Dachsanierung – Schritt für Schritt erklärt.
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